5 tolle Dinge am Autorinnendasein

5 tolle Dinge am Autorinnendasein
Leben Schreiben 8 Kommentare

Auf meinem Blog berichte ich immer mal wieder von den Leiden, die ich als Autorin durchlebe. Seien es der ständige Zweifel, ob das Geschriebene gefällt, oder die Herausforderungen, um die Leser zu begeistern. Doch trotz allem bin ich bereits einige Jahre aktiv dabei und das hat mehrere Gründe. Autorin sein hat nämlich auch ganz tolle Aspekte.


1. Ich kann meine Fantasie ausleben

In meiner nicht so ruhmreichen Schulzeit bekam ich einmal eine Fünf im Zeugnis im Fach Deutsch. Die Begründung der Lehrerin war, ich hätte zu viel Fantasie. Fakt war, dass ich in Nacherzählungen oft mehr Worte hatte als das Original, weil meine Fantasie einfach Purzelbäume schlug. Diese Fantasie ist mir glücklicherweise erhalten geblieben und hat mir schon bei vielen Gelegenheiten geholfen, die richtige Lösung zu finden. Aber so richtig ausleben kann ich sie erst, seit ich begonnen habe, Bücher zu schreiben. Denn nun können meine Figuren all das tun, was ich mir so wünsche. Und das Beste daran ist, die Leser finden es toll. Die machen mir keine Vorwürfe wegen zu viel Fantasie.



2. Ich habe ein Gesprächsthema

Ich bin nicht gut in Smalltalk. Das führte in der Vergangenheit schon öfter zu diesem peinlichen Schweigen, wenn man auf fremde Leute trifft und nicht weiß, was man sagen soll. Aber nun habe ich immer ein Thema, denn ich bin Autorin und schreibe Bücher. Das interessiert jeden und führt dazu, dass die Gespräche nicht stocken, sondern im Gegenteil überraschende Wendungen nehmen. Da bekomme ich plötzlich Lebensgeschichten erzählt oder erfahre etwas über mögliche Mordmethoden. Irgendein Thema aus meinen Büchern passt immer.

3. Ich bekomme Aufmerksamkeit

Dem einen oder anderen Besucher von Veras Welt wird es bereits aufgefallen sein, ich mag es, bemerkt zu werden. Mittlerweile etabliere ich mich immer mehr in den Köpfen der Menschen als Autorin und das Ergebnis ist, dass ich Aufmerksamkeit bekomme. Menschen sprechen mich auf der Straße an und ich werde zu Veranstaltungen eingeladen. Dazu kommt die Möglichkeit, Lesungen zu machen und plötzlich sitzen vor mir Menschen, die gebannt meinen Geschichten lauschen. Was soll ich sagen? Ich liebe es.

4. Ich mache laufend neue Erfahrungen

Manchmal muss ich nach Luft schnappen, wenn ich betrachte, was ich in den vergangenen drei Jahren erlebt und vor allen Dingen gelernt habe, seit ich mich zaghaft mit dem ersten Buch in die Öffentlichkeit gewagt habe. Dabei scheint dieses Autorinnendasein ein nie enden wollender Quell neuer Erfahrungen zu sein, denn ich habe nicht das Gefühl, dass die Erfahrungen in Zukunft weniger werden. Mein nächster Buchstart steht beispielsweise bevor und ich bin mir sicher, es werden wieder jede Menge neuer Erlebnisse hinzukommen

5. Es wird nicht monoton

Ich hasse nichts mehr als Monotonie. Als Autorin gibt es diese Gleichförmigkeit nicht. Wenn auch das Schreiben an sich eine wiederkehrende Tätigkeit ist, so sind es immer unterschiedliche Bücher, unterschiedliche Geschichten und Figuren. Mal muss ich mich damit beschäftigen, welche Mordmethoden passen oder wie die Polizei arbeitet und ein anderes Mal versetze ich mich in eine überängstliche Person. Das Ergebnis ist, mein Kopf und ich bleiben in Bewegung. Dazu kommen die regelmäßigen Herausforderungen, meine Bücher an die Leserinnen und Leser zu bringen. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es irgendwann in den letzten Jahren Stillstand gegeben hätte.

Das Fazit

Selbst wenn kein Mensch je ein Buch von mir erwerben würde, wäre das Autorinnendasein ein Gewinn für das Leben, denn es schenkt einem unbezahlbare Erfahrungen und Erlebnisse. Aber zugegeben, es ist viel schöner, je mehr Menschen meine Bücher lesen. Daran arbeite ich fleißig und bin mir sicher, es wird mir noch viel Spaß bereiten.

Bist du Autorin oder Autor? Was findest du besonders toll daran?


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8 Kommentare 5 tolle Dinge am Autorinnendasein
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  • Ich liebe Recherchen

    Was ich am Autorenleben besonders schätze, ist die Möglichkeit, mit vielen verschiedenen Menschen in Kontakt zu kommen. Und zwar durch meine Recherche-Interviews. Für mich ist es jedes Mal wieder unglaublich spannend und faszinierend, sich mit den unterschiedlichsten Leuten über ihre verschiedensten Berufe, Hobbys, Krankheiten etc. auszutauschen. Und wenn ich dann die Mitschnitte abtippe, kann ich noch mal in die Situation abtauchen. Toll. Das ist besser als Kino 😉

    • Ich liebe Recherchen

      Liebe Kari,

      ehrlich gesagt, sind mir aufwendige Recherchen ein Gräuel. Zum einen bremsen sie mich in meinem kreativen Fluß und zum anderen muss ich dann auf wildfremde Menschen zugehen, was mich immer einiges an Überwinduntg kostet. Wenn ich es dann mal gemacht habe und die Menschen total begeistert sind, dass eine Schriftstellerin sie fragt, dann macht es auch Spaß.

      Herzlichen Gruß,

      Vera

      • Ich liebe Recherchen

        Verstehe ich total, liebe Vera. Ich trenne deswegen das Schreiben und Recherchieren voneinander. Solche aufwändigen Interviews gibt es immer erst, wenn das Rohmanuskript steht. Grobe Informationen bekommt man ja im Netz, und das Feintuning kommt bei mir in der Ruhephase zwischen Ende des Schreibens und Beginn des Überarbeitens. Woraus du entnimmst 😉, dass ich eine "Stephen-King-Autorin" bin: Erst wird der Knochen ausgebuddelt und dann geschaut, ob's ein Mäuschen oder eine Dino wird ...

        • Ich liebe Recherchen

          Hallo Kari,

          ja, so ähnlich mache ich es auch. Manchmal kann man dann die Geschichte noch so biegen, dass doch wieder das herauskommt, was man gerne hätte.

          Herzlichen Gruß,

          Vera

    • Was mag ich daran?

      Aloha

      Das ist eine sehr gute Frage. Was mag ich eigentlich daran, Autor zu sein? Da habe ich mir ehrlich gesagt, noch nie Gedanken drüber gemacht. Ich glaube, ich mag es einfach, mir über gewisse Dinge Gedanken zu machen, die in eine Form zu pressen und andere Leute an den Ideen teilhaben zu lassen. Und natürlich auch an den Figuren, die kommen und gehen.

      Ich bin einerseits gerne kreativ und andererseits strukturiere ich gerne Dinge, beides kann man beim Romanschreiben wunderbar zusammenpacken. Außerdem mag ich es,e inen hohen Freiheitsgrad in meiner Arbeit zu haben, ich organisiere mich gerne selbst. Ich bin ein schlechter Untergebener, aber auch ein schlechter Chef *lach* Und ich bin gerne für mich allein in meinen vier Wänden.

      Gruß

      Rhada

      • Was mag ich daran?

        Hallo Rhada,

        vor diesem Artikel hatte ich mir auch keine konkreten Gedanken gemacht, was mir eigentlich besonders an meinem Tun gefällt. Aber es ist sinnvoll, sich dies hin und wieder klarzumachen, nicht wahr?

        Herzlichen Gruß,

        Vera

      • Das ergeht mir ähnlich

        Liebe Vera, in Vielem was du schilderst erkenne ich mich wieder. Ich bin zwar keine wirkliche Buchautorin sondern " nur " Bloggerin, doch in den Punkten Fantasie und Aufmerksamkeit stimme ich dir voll und ganz zu. Bei mir kommt noch hinzu, dass ich förmlich in dem Schreiben aufgehe. Auch, wenn ich teilweise fachliche Texte verfasse, verfalle ich dennoch in so eine Art Flow. Und dann ist da noch der Nervenkitzel, wenn man den Artikel publik macht. Wie sind die Reaktionen der Leserschaft? Welches Feedback erhalte ich wohl? Lieben Gruß, Christina

        • Das ergeht mir ähnlich

          Hallo Christine,

          der Vorteil als Bloggerin ist , dass man viel schneller und unmittelbar Feedback bekommt zu dem, was man geschrieben hat. Ich kann deine Schilderung daher voll und ganz nachvollziehen. Deshalb liebe ich das Bloggen als Ausgleich zum Buch schreiben.

          Herzlichen Gruß,

          Vera